Übrigens, die Sylvesterführung findet statt am 31. Dezember. Jedes Jahr denken wir uns eine neue Route und Schwerpunkte aus, überbrücken Sie mit uns die Wartezeit ins neue Jahr...Treffpunkt ist der Universitätsplatz am Brunnen

um 20.15 Uhr

Kosten: 7.- Euro p.P. Anmeldung unverbindlich !

Tel: 06221-602079 Bei meinem Kollegen Dr. Bahls oder per Email: HDFuehrungen@aol.com

Zeitungsartikel zu der Führung in der Sylvesternacht 2003

Von Frau Katzenberger Ruf

Zwischen barocken Fassaden und "Bierkirche"

Am Silvesterabend: Führung durch die Altstadt mit Dr. Dietrich Bahls - Viele auswärtige Gäste

Kaz. Dijon-Süppchen mit Krebsfleisch, Seezungen-Röllchen und eine Eis-Kreation: So präsentiert sich wahlweise das Silvester-Menü im Altstadtlokal "Schnookeloch". Die Gäste, die am letzten Tag des alten Jahres an einer Führung mit Dr. Dietrich Bahls teilnehmen, gehen die Sache etwas bescheidener an, betrachten Restaurants und Häuserfassaden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zunächst nur von außen. Immerhin: um Abschluss gibt es in der Passage zwischen Krämer- und Kettengasse für alle noch ein Gläschen Sekt.

Nicht nur Einheimische, sondern auch Leute aus München, Neustadt und Speyer haben sich auf dem Universitätsplatz getroffen, um unter fachkundiger Führung die Altstadt zu erkunden. Dabei erfahren sie auch gleich, dass viele Lokale an Silvester entweder eine besondere Karte auflegen oder Eintritt in Höhe von fünf bis zehn Euro verlangen. Manche machen dagegen gar nicht erst auf. Etwa die Destille oder die Absinth-Bar.

Fröstelnd zeigt die Gruppe Interesse für barocke Architektur, wie sie am Gebäude der Alten Universität zum Ausdruck kommt. "Das Dach ist halb so hoch die Fassade" erklärt Bahls. Im Dunkel der Nacht kann man`s einfach nur glauben. Denn so weit reicht die mitgebrachte Taschenlampe dann doch nicht. Vom goldenen Schnitt ist die Rede, der auch für das menschliche Antlitz gelten soll. Danach entfällt auf den Bereich zwischen Augen und Haaransatz ein Drittel der Gesichtsfläche. "Bei mit ist das etwas mehr" sagt ein Herr mit Stirnglatze und alles lacht.

Zweiter Halt in Höhe der Hauptstraße 126: Dr. Dietrich Bahls erklärt den architektonischen Aufbau des Gebäudes, das heute mehrere universitäre Einrichtungen beheimatet und früher Sitz der Oberrheinischen Bank war. Die Westseite zum Universitätsplatz ist mit mehreren Wappen geschmückt. Außerdem gibt es dort einen Balkon - allerdings ohne Geländer. Als das Haus gebaut wurde, war ein Balkon wie ein "Bonbon", ist zu erfahren. Ansonsten galt es als eleganter, in den unteren Etagen zu wohnen und keine beschwerlichen Treppen überwinden zu müssen. Die Gruppe wird auch in das enge "Küchengässchen" geführt. Ein eindrucksvolles Portal im barocken Baustil ist das Ziel. Die Untere Straße habe mehr Atmosphäre als die Hauptstraße, findet der Gästeführer. Derweil wird die Gruppe an der Ecke Pfaffengasse von einem Fenster aus von einem jungen Mann in Englisch begrüßt, der zu "free food on the second floor" einlädt. Die Gruppe lauscht aber lieber den Gedichten, die Dr. Dietrich Bahls zum Besten gibt. Wilhelms Buschs "Fromme Helene" ist dabei. Gut möglich, dass diese einst im Romantik-Hotel "Ritter" abstieg und der Gemahl die Hochzeitsnacht verschlief. Zuviel Alkohol war schuld. Bliebe noch auf die "Bierkirche" hinzuweisen. Es handelt es sich um ein Verbindungshaus in Hanglage.

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